| Historisches
Fachwerkhaus wird Opfer der Flammen - 69-Jähriger erliegt seinen Verletzungen |04.02.2008| |
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Von
Jens Müller und Burkhard Falkner - Volksstimme.de Blankenburg. Die Sonntagsspaziergänger in Blankenburg hatten gestern nur ein Ziel: die Harzstraße 11. Dutzende Schaulustige blickten fassungslos auf die rußgeschwärz ten Dachgauben des Hauses, das am Sonnabend durch einen Brand unbewohnbar geworden ist. Das ganze Ausmaß offenbart sich mit einem Blick von der Schulstraße auf die Rückseite des historischen Fachwerkbaus, in dem am 11. Januar 1837 der bedeutende Metallurge Karl Heinrich Adolf Ledebur geboren worden war. Dort präsentiert sich den Schaulustigen großflächig ein eingestürztes Dach. "Die
Funken und Holzsplitter vom Brand sind bis zu uns geflogen",
berichtete eine Nachbarin aus der Harzstraße, die allerdings mehrere
Häuser weiter wohnt, noch in der Unglücksnacht. Dutzende Schaulustige
hatten bei klirrender Kälte vom Gelände der Stadtverwaltung
aus den Löscharbeiten zugesehen. Mehrere Nachbarn waren sich auch
schnell einig, dass es hätte "irgendwann mal so kommen müssen",
weil einige Bewohner des Hauses keine Obacht auf solche Dinge gegeben
hätten. Einer meinte sarkastisch : "Nun brauchen wir dieses
Jahr kein Osterfeuer mehr." Bürgermeister Frank Schade sprach den Rettern gestern seinen Dank
und den Betroffenen sein Mitgefühl aus. Ebenso dankte er dem Technischen
Eigenbetrieb, dessen Mitarbeiter das gefrorene Löschwasser auf den
Straßen sofort abgestreut hatten. Die Blankenburger Wohnungsgesellschaft
hat angekündigt, den betroffenen Mietern - insgesamt sollen sieben
Parteien betroffen sein - kurzfristig eine Wohnung anzubieten. Eine Spendenaktion
soll ebenfalls anlaufen. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der engen Straßen
und der Höhe des Hauses als äußerst schwierig. Als die
Retter eintrafen, stand bereits der gesamte Dachstuhl in Flammen. Die
Löscharbeiten dauerten bis gestern früh um 4. 45 Uhr an. Insgesamt
waren 96 Feuerwehrmänner aus Blankenburg, Wernigerode, Thale und
den umliegenden Gemeinden im Einsatz. Ein anderes
Feuer in einem Einfamilienhaus in Eisleben im Landkreis Mansfeld-Südharz war am Freitagabend im Keller aus bislang ungeklärter
Ursache ausgebrochen. Das 47-jährige Opfer sowie ein 29 Jahre alter
weiterer Bewohner waren mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht
worden. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag starb der 47-Jährige
in der Klinik, der 29-Jährige war gestern außer Lebensgefahr.
Eine 82 Jahre alte Frau wurde bei dem Feuer leicht verletzt. Ein Feuer
im sechsten Stock eines Wohnhauses in Halle verursachte am Sonnabend-Nachmittag
nur Sachschaden. In einem Abstellraum waren aus
ungeklärter Ursache Möbel und Müll in Brand geraten. |