Von
Tom Koch (Volksstimme)
Ein Kurzschluss an einem Kabel ist wahrscheinlich
die Ursache für
den Hotelbrand am Donnerstagabend. Die Flammen breiteten sich von der
Fassade am " Harzer Kultur- und Kongresshotel " bis zum Dachgeschoss
aus. 132 Hotelgäste wurden vorsorglich evakuiert. Sie und die
Mitarbeiter des Hauses blieben unverletzt. Der Sachschaden beträgt
rund 200 000 Euro.
Wernigerode. Die
Halbzeitpause im Spiel Bayern gegen Petersburg ist gerade vorbei. Einige
Hotelgäste wollen am Donnerstagabend sogar
noch Bier bestellen. " Wir mussten mit etwas mehr Nachdruck auf
den Feueralarm hinweisen und alle Gäste evakuieren. Die Fassade
am Westgiebel hat zu dieser Zeit, es war so 21. 45 Uhr, schon lichterloh
gebrannt ", berichtet Tilo Müller-Letschert.
Für
Direktor des Harzer Kultur- und Kongresshotels in der Pfarrstraße
war es " der erste Brand in seiner Berufslaufbahn ". Man habe
großes Glück gehabt : Zwei, drei Stunden später hätten
gewiss alle Gäste geschlafen, wäre das Evakuieren aufwändiger
gewesen. Obwohl dies regelmäßig geübt werde.
Zum
Glück für die 132 Wernigerode-Besucher, um 0. 30 Uhr durften
sie wieder ins Hotel. Überall auf dem Flur im 4. Stock beißender
Geruch. Die wenigen betroffenen Gäste erhalten darum anderswo im
Haus neue Zimmer. Vermutlich ein Kurzschluss an einem Elektrokabel hat
das Feuer verur sacht. Die Holzverkleidung über der Betonfassade
bietet den Flammen reichlich Nahrung. Teile des Dachstuhls werden durch
den Brand auch beschädigt. Nach etwa einer Stunde ist es den insgesamt
71 Feuerwehrleuten gelungen, die Flammen zu löschen. Die Drehleitern
aus Wernigerode und Blankenburg leisten gute Dienste. Die Polizei muss
zahlreiche Gaffer vom Einsatzort fernhalten. Die Albert-Bartels- und
Teile der Pfarrstraße müssen zeitweilig für den Verkehr
gesperrt werden. Ein Brandsachverständiger sucht zwei Stunden lang
nach der Feuerquelle.
Am
Vormittag danach sind die Versicherung und die Eigentümer von " Berlin-Konzept " verständigt.
Wären da nicht die Aufräumarbeiten, fast nichts deutet mehr
auf den Brand hin.
Das Fazit
von Feuerwehr-Einsatzleiter Torsten Breiting fällt durchweg
positiv aus: Die fünf Wehren und alle übrigen Helfer hätten
sehr gut zusammengearbeitet. Der Wernigeröder Wehrchef hat sich übrigens
bis zum Alarm den Nachwuchsmodel-Wettstreit von Heidi Klum angeschaut.
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