Geringste Unfallzahl seit 15 Jahren
|06.02.2007|
   
 

Von Ingmar Mehlhose
Der Revierverkehrsdienst Wernigerode hat jetzt seine Unfallstatistik für 2006 vorgestellt.
Erfreulicher Trend: Die Fallzahlen sind erneut rückläufig und auf den tiefsten Stand seit 1992 gesunken.
Dennoch werden die Beamten ihren Kontrolldruck weiter erhöhen.

3120 Unfälle registrierten die Beamten das zurückliegende Jahr über. Das waren immerhin 168 weniger als noch 2005.
Diesen und weitere positive Fakten konnten gestern Uwe Dreiling als Leiter des Revierverkehrsdienstes Wernigerode und seine Stellvertreterin Bianca Graap nennen. So ist die Zahl der Schwerverletzten von 102 auf 93 gesunken und mit dem am 24. Juni im Trecktal zwischen Heimburg und Elbingerode verunglückten Motorradfahrer ( 32 ) war ein Toter zu beklagen, vier weniger als 2005. Als ebenso erfreulich nannte Graap die Tatsache, dass die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss von 100 auf 74 gesunken ist. Auch bei Zusammenstößen als Folge von zu hoher Geschwindigkeit kann ein Rückgang von 446 auf 422 verzeichnet werden, ebenso bei Crashs, die auf mangelnden Sicherheitsabstand zurückzuführen waren ( 616 gegenüber 666 im Vorjahr ). Etwas entspannter zeigte sich zudem die Lage bei Wildunfällen. Wurden in 2005 noch 402 solcher Kollisionen aufgenommen, so waren es jüngst noch 359.

In der Rubrik Sonstiges vermeldeten die Beamten u. a. mehr so genannte folgenlose Trunkenheitsfahrten ( von 164 auf 175 ) sowie eine steigende Zahl beim unerlaubten Entfernen vom Unfallort ( von 574 auf 603 ). Konnten 2005 über 240 Fälle aufgeklärt werden, waren es diesmal 269. Als Unfallschwerpunkte nannten die Beamten unverändert Wernigerodes Innenstadt, die beiden B 6 n-Auffahrten Zentrum und Nord, Dornbergsweg / B 244, Pfeifenkrug, Heimburger Berg mit Abzweig nach Derenburg sowie die Blankenburger Kreuzung Westerhäuser / Herzogstraße.

Trotz der insgesamt günstigsten Entwicklung seit 1992 will die Polizei in ihrem Kontrolldruck keineswegs nachgeben, sondern ihn weiter verschärfen. Dabei stehen für die kommenden Monate auch erneut gezielte Überprüfungen wie bei Motorradfahrern und Lkw im Plan.

Guido Sünnemann, nach seiner Abordnung in das Landes-Innenministerium, seit Monatsbeginn wieder Leiter des Reviers, will dabei noch eine weitere Personengruppe intensiver im Blick behalten. Bei Unfällen unter Alkohol liegen jugendliche Fahranfänger im Alter zwischen 18 und 25 Jahren mit insgesamt 26 Nennungen in der Statistik deutlich an der Spitze. Das, so Sünnemann, ist ein klares Argument für eine Durchsetzung der Null-Promille-Grenze.

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