Leitstelle und Rettungsdienst neu organisiert
|27.06.2007|
   
 

Von Tom Koch (Volksstimme)
Im Halberstädter Landratsamt laufen seit gestern sämtliche Rettungsdrähte zusammen. Der Wernigeröder Kreis-Eigenbetrieb hat " seine " Leitstelle an die Kollegen aus der neuen Kreisstadt übergeben. Dank moderner Datentechnik soll niemand, der dringend Hilfe benötigt, von diesem Ortswechsel etwas bemerken.
Ob ein brennender Kochtopf in Benneckenstein oder ein dringender Krankheitsfall in Ballenstedt, in jedem Fall sollte unter der Telefonnummer ( 0 39 41 ) 6 99 99 schnelle Hilfe angefordert werden. Seit gestern ist die Einsatzleitstelle im Halberstädter Landratsamt betriebsbereit für alle Notrufe aus dem gesamten Harzkreis.

Von 8 bis 16 Uhr wurde mit Hilfe von Datentechnikern die Rufumleitung von Wernigerode in die gemeinsame Kreisstadt vorgenommen. Michael Werner als Chef des Kreis-Eigenbetriebes für den Rettungsdienst übergab symbolisch " seine " Wernigeröder Leitstelle. Ab sofort sind jeweils vier Frauen und Männer in drei Schichten in Halberstadt im Dienst. Solange die insgesamt 22 Mitarbeiter in der Einsatzzentrale noch nicht auch den allerkleinsten Winkel im gemeinsamen Landkreis aus dem Eff-Eff kennen, sorgt der Dienstplan dafür, dass jeweils mindestens ein Kollege aus den Kreisen Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode ständig zum Einsatzteam gehört.

Niemand werde etwas von der Veränderung bemerken, wurde gestern in Halberstadt betont. Technisch ist die Zentrale so ausgestattet, dass theoretisch 20 Notrufe zeitgleich eintreffen können, ohne dass ein Besetztzeichen ertönt, erläuterte Bernd Märtel. Der für die Einsatzzentrale zuständige Abteilungsleiter informierte, dass rund 200 000 Euro vor allem in moderne Datentechnik investiert wurden, um die Anlage für die höheren Anforderungen " fit zu machen ".
Zu den Veränderungen in diesem Bereich zählt auch, dass der Rettungsdienst im Harz ab sofort unter dem Dach des so genannten Eigenbetriebs aus Wernigerode organisiert wird. 70 eigene Mitarbeiter und zusätzlich 60 weitere von DRK und ASB sind ab sofort im Landkreis tätig. Sie fahren mit Kranken- und Notarztwagen und werden auch künftig in den heute bestehenden 15 Rettungswachen stationiert sein.

Übrigens, der gestrige Umschalt-Tag in der Leitstelle war nicht willkürlich gewählt worden. Die Aufgaben der Leitstelle aus dem Kreis Quedlinburg hatten die Halberstädter am 26. Juni 2006 übernommen.

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