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16.
Jahrhundert
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17.
Jahrhundert
(nach oben) |
| 18.
Jahrhundert (nach
oben) Im Jahre 1712 wurde durch eine Verfügung Herzog Ludwig Rudolf in der Grafschaft Blankenburg eine Feuerkasse gebildet. Trotz der geldknappen Zeiten wurde dies dadurch ermöglicht, dass ein Teil der allsonntäglichen, in den Kirchen der Grafschaft einkommenden Beträge des Klingelbeutels, nach Blankenburg abgeführt werden mussten. Aus dieser Feuerkasse wurde Unterstützung für abgebrannte Bürger gezahlt, Beihilfen zur Beseitigung der feuergefährlichen Strohdächer gewährt oder eine im Rathaus stationierte Feuerspritze, die so genannte Landschaftsspritze, welche bei auswärtigen Bränden Hilfe leistete und später Landspritze genannt wurde, unterhalten. Im
Inventar der städtischen Feuerlöscheinrichtungen vom Jahre 1723
wurden bereits: Aus
einem Vertrag mit Kupferschmiedemeister Stolte aus Blankenburg im Jahre
1874 geht hervor, dass eine zu bauende Spritze in der Minute 450 Liter
Wasser über 40 Meter Entfernung liefern muss und von 20 Mann bedient
wurde. Der vereinbarte Preis betrug 600 Taler. |
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19.
Jahrhundert
(nach oben) Dem Entwurf
nach war die Stadt in 4 Feuerlöschbezirke eingeteilt, deren jedem
ein Feuerlöschkommissar vorstand und die Mitglieder zum Retten und
Löschen den einzelnen Abteilungen zugeteilt. Der Oberhauptmann von
Boetticher stand der Sache positiv gegenüber und es fanden Beratungen
mit den Bürgern, welche sich freiwillig gemeldet hatten, noch im
Laufe des Jahres 1832 statt. |
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Die
Gründung der freiwilligen Feuerwehr Blankenburg
(nach oben)
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20.
Jahrhundert
(nach oben) |
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Die Blankenburger Feuerwehr 1929 (nach oben) |
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![]() Der Vorstand |
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![]() Mannschafts- u. Gerätewagen 1. Bereitschaft |
![]() Kreismotorspritze |
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![]() 1. Zug |
![]() 2. Zug |
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![]() 3. Zug |
![]() 4. Zug |
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![]() 5. Zug |
![]() Hydrantenzug |
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![]() Steigerzug mit Gerätewagen |
![]() Steigerzug mit mechanische Leiter |
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| Zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft wurde im Jahr 1935 eine Patent- Zweiradleiter für die Feuerwehr gekauft. Die Steighöhe beträgt 18 Meter. Diese Leiter befindet sich noch heute im Besitz der Freiwilligen Feuerwehr Blankenburg. Der damalige Kaufpreis betrug 2.977,00 Mark. | ||
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schweres
Löschgruppenfahrzeug der Blankenburger Feuerlöschpolizei Büssing
NAG 1936
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| Im
Dezember 1938 erhielt die Feuerwehr ein LF 15 Opel Blitz Mannschafts- und
Gerätewagen. Dieses Fahrzeug war mit einer Fischer- Kraftspritze ausgerüstet
und hatte eine hohe Leistungsfähigkeit. Diese gesamte Technik wurde
von Görlitz geliefert. Nun war die Feuerwehr in der Lage, schnell am
Brandort zu erscheinen und erfolgreich die Brandbekämpfung aufzunehmen. Schon im 1943 wurde eine Kleinmotorspritze des gleichen Typs erstanden und behelfsmäßig in einem Auto untergebracht. Außerdem stand der Stadt Blankenburg in Notfällen noch die Kreismotorspritze zur Verfügung. diese war allerdings erstrangig für die Bekämpfung von Bränden im Kreisgebiet vorgesehen. Während der Zeit des Faschismus trat eine Umorganisation im Feuerwehrwesen ein. So musste die Blankenburger Feuerwehr nicht nur im Kreisgebiet tätig werden, sondern hatten auch in Derenburg Löschdienste durchzuführen. In den alten Akten sind sehr viele kleine Brände verzeichnet, die meisten wurden nach kurzer Einsatzzeit erfolgreich bekämpft. Mit Bildung des Kreises wurden die Wehren der umliegenden Gemeinden in ein System zur Bekämpfung von Großbränden zusammengefasst. Am 18. Januar 1942 brannte in Wendefurt die Gastwirtschaft Graßhof ab. Mit der städtischen Motorspritze und der Kreismotorspritze wurde vergebens versucht, das Feuer zu bekämpfen. Es entstand Totalschaden. Wenige Tage später, am 24. Januar 1942, wurde die Wehr um 03.30 Uhr alarmiert. Es brannte das Körnersche Grundstück. Zur Bekämpfung wurden 8 C- Leitungen eingesetzt, die mechanische Leiter und Hakenleitern. Um 12.00 Uhr konnte die Wehr bis auf die Brandwache zurückgezogen werden. Es herrschte in dieser Nacht grimmige Kälte. In der weiteren Entwicklung des Krieges musste die Blankenburger Feuerwehr auch nach Thale zum Einsatz fahren. Eine weitere Verschärfung des Krieges machte es notwendig Maßnahmen für Großangriffe und Luftschutz zu erlassen. Von Juli bis Oktober waren Einsatzkräfte der Feuerwehr Blankenburg in Hannover zur Brandbekämpfung eingesetzt. Auch zu den Angriffen auf Braunschweig wurden die auswärtigen Freiwilligen Feuerwehrbereitschaften hinzugezogen. So beim Brand der Stadt Braunschweig am 15. Oktober 1944 wurden 25 Freiwillige Feuerwehrbereitschaften aus den Landkreisen Braunschweig, Wolfenbüttel, Helmstedt und Blankenburg eingesetzt. Das Finale der Angriffe traf Blankenburg am 20.04.1945 vormittags 10.00 Uhr mit dem letzten Bombardement auf braunschweigsches Gebiet. 56 Häuser der Innenstadt wurden zerstört. An nachbarliche Hilfe war angesichts der Kampfhandlungen nicht zu denken. Die Blankenburger Feuerwehr war auf sich allein angewiesen. Mit Brandmunition wurden die Häuser beschossen und es entstand ein Großbrand, der den schönsten Teil unserer Stadt sinnlos vernichtete. Es ist der gesamte Bereich um den Lühnertorplatz herum. Um ein Übergreifen des Feuers auf die Lange Strasse zu unterbinden wurde ein Grundstück herausgesprengt. Die Löschwasserversorgung war nicht in Ordnung und die Feuerwehr rückte wegen der Fliegerangriffe nicht aus. Einige Stunden danach rückten amerikanische Panzer in die Stadt ein. Nach dem Brand von 1836 war dies der schwärzeste Tag in der Geschichte von Blankenburg. |
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1945
- Der Neubeginn
(nach oben)Die Blankenburger Feuerwehr hatte nach 1945 vier Löschfahrzeuge im Bestand. Der Wiederaufbau der Wehr und die Gewinnung von Kameraden waren mit großen Schwierigkeiten verbunden. Im Jahr 1949, wir sind inzwischen sowjetische Besatzungszone, feiern die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr das 75 jähriges Bestehen mit einem Festumzug durch die zerstörte Innenstadt von Blankenburg. Als der damalige Kreis Blankenburg, im Sommer 1950 aufgelöst und wir dem Landkreis Quedlinburg angegliedert wurden, holte die Feuerwehr aus Quedlinburg das beste vorhandene Fahrzeug aus dem Gerätehaus in der Harzstrasse ab. Es war ein LF 25 Klöckner Diesel. Damit fing die erste Schwächung der Einsatzbereitschaft an. |
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(nach oben) 1951 entstand in einem von Umsiedlern neu gegründetem, holzverarbeitendem Betrieb, ein Großbrand. Trotz aufopferungsvollem Einsatz der Kameraden brannte das Gebäude auf dem Kasernengelände völlig nieder. 1952, wir sind inzwischen dem Landkreis Wernigerode angegliedert, wurde aus dem Gerätehaus das LF 15 (das so genannte Fischerlöschfahrzeug) OPEL Blitz abverfügt und an Ilsenburg vergeben. So griff jede Kreisverwaltung in die technische Substanz der damals sehr gut ausgerüsteten Feuerwehr Blankenburg ein. Ein Tiefstand wurde erreicht! Im Jahre 1956 beschloss die damalige Volkskammer der DDR das Gesetz zum Schutz vor Brandgefahren. Gleichzeitig wurde die Verordnung über das Brandschutzwesen der Länder außer Kraft gesetzt. Am 11. Mai 1957 brannte, ausgelöst durch Schweißarbeiten, der Dachstuhl des großen Schlosses ab. Die Brandbekämpfung gestaltete sich äußerst schwierig. Es entstand ein Sachschaden von ca. 250.000 Mark. Am 28.Januar 1970 verstarb der langjährige Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Paul Hartmann. Eingetreten in die Feuerwehr Blankenburg am 17. September 1921 wurde er 1936 vom Bürgermeister Kämpfert zum Ortsbrandmeister vorgeschlagen. Sein Leben widmete er dem Brandschutz. Kameraden der örtlichen Feuerwehr und der Feuerwehr des FEW stellten die Ehrenwache. Zur Beisetzung erschienen alle Kameraden der örtlichen und betrieblichen Feuerwehren sowie Abordnungen aus dem Kreis und von der Reichsbahndirektion Magdeburg. Ende der 60er Jahre kam der Gedanke auf, ein neues Gerätehaus zu bauen, war doch das alte Spritzenhaus auf dem Faktoreihof aus dem Jahre 1888 für die neue Technik zu klein geworden. Des Weiteren hatten die Grenztruppen der damaligen DDR das Gelände des Faktoreihofes in Besitz genommen, da war für die Freiwillige Feuerwehr kein Platz mehr und war auch ein nicht allzu gern gesehener Gast auf dem Gelände. Es kam nach langen Verhandlungen und der Anfertigung eines Projektes zur Bauausführung. Mit Hilfe der Blankenburger Betriebe und des unermüdlichen Arbeitseifers der Kameraden konnte am 26. Juni 1973 der Bürgermeister das neue Gerätehaus übergeben. Für die Feuerwehr erfolgte der Umzug in die Neue Halberstädter Strasse. Die Kosten betrugen ca. 400.000 Mark der DDR. Ein Schwerpunkt in den gesamten Nachkriegsjahren bestand darin, die fast ständige Unterbesetzung der Feuerwehr mit Nachwuchs zu verstärken. Obwohl der Rat der Stadt die ortsansässigen Betriebe verpflichtete, Kräfte für die Feuerwehr zu gewinnen, gab es nur geringen Zuwachs. Erfahrene Kameraden leiteten die Arbeitsgemeinschaften "Junge Brandschutzhelfer" um Kinder und Jugendliche aus den Blankenburger Schulen für die Arbeit der Feuerwehr zu begeistern. Es blieben jedoch, bis auf wenige Ausnahmen, die Erfolge aus. So betrug die Sollstärke der Feuerwehr 80 Kameraden. Aktiv waren zeitweise nur 20 Kameraden. Betriebsfeuerwehren, so auch insbesondere die in unserer Stadt, gaben den örtlichen Feuerwehren eine gute Unterstützung. Bei größeren Bränden, wie der Brand der Mühle Damköhler in der Münze 1968, dem Dachstuhlbrand 1970 im Roh 6a und vielen anderen mehr, leisteten sie tatkräftige Hilfe zum Wohle der Stadt. An dieser Stelle einmal ein Danke an die Feuerwehren des FEW, der Harzer Werke, des MLK, KLF und der ESPA. Sie handelten wie es sich für Feuerwehrleute gehört nach dem Motto: " Einer für Alle - Alle für Einen". Im Jahre 1974 feierten die Kameraden das 100 jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Blankenburg. Obwohl es schon 1868 eine freiwillige Feuerwehr in der Stadt gab, wird das Gründungsjahr 1874 angenommen, da auf Grund des braunschweigschen Brandschutzgesetzes vom 2. April 1874 die Städte aufgefordert wurden, Freiwillige einexerzierte Feuerwehren zu gründen, so auch in unserer Stadt. Die 100 Jahrfeiern endeten mit einem Festumzug mit alter und neuer Technik durch die Innenstadt von Blankenburg. In den darauf folgenden Jahren entstanden in und um Blankenburg zum Teil größere Brände, so zum Beispiel: am 8. August 1973 der Kirchturm in Hüttenrode, am 10.Februar 1984 die Turnhalle der August- Bebel Schule, am 17. Mai 1985 der Dachstuhl in der Kreuzstrasse 26, sowie am 14. Februar 1987 das Wohnhaus in der Knorrenbergstrasse. Im Herbst 1989 kam es zu gravierenden politischen Veränderungen, die auch an den Kameraden der Feuerwehr nicht spurlos vorübergingen. Nach dem Regierungswechsel, erzwungen von der Bevölkerung der DDR durch Demonstrationen und Kundgebungen, auch Kameraden der Feuerwehr waren dabei, kam es zur Öffnung der Westgrenze und zum Fall der Berliner Mauer. Das war die Wende. Die ehemalige DDR wurde Bestandteil der Bundesrepublik, es gab wieder ein einheitliches Deutschland. Schnell wurden alte Verbindungen wieder hergestellt oder neue geschaffen. Partner-Feuerwehren aus den alten Bundesländern wurden gefunden. Als erste mit der Freiwilligen Feuerwehr Rautheim (Ortsteil von Braunschweig). Es folgten noch Feuerwehren aus Meerbusch, Herdecke, Lauental und Steinlah. Ein reger Austausch von Gedanken und Ideen erfolgte in der darauf folgenden Zeit. Auch praktische und technische Hilfe wurde uns gegeben. So wurde uns von den Kameraden aus Meerbusch eine für uns dringend benötigte Drehleiter, eine DL 18 Baujahr 1964 übergeben. Ein neuer Abschnitt der Feuerwehren hatte begonnen. Neue Aufgaben mit neuer Technik kamen auf die Kameraden zu. Durch den rapiden Anstieg des Autoverkehrs wurden bei Unfällen im Straßenverkehr höhere Anforderungen an die Kameraden gestellt. So mussten die Kameraden auch an neuen, bisher unbekannten Geräten, geschult und ausgebildet werden. Zum Beispiel die Rettungs- und Bergungsgeräte (Schere und Spreizer). Auch Aufgaben im Umweltschutz kamen hinzu. Dies alles machte es erforderlich, das Fahrzeuge, Geräte angeschafft sowie auch die dazugehörenden Kräfte in ausreichendem Maße vorhanden, gut ausgebildet und auch einsatzbereit sind. Die Freiwillige Feuerwehr Blankenburg erhielt neben der DL 18 aus Meerbusch ein LF 16 Mercedes aus Bundesmitteln, ein TLF 16 Mercedes aus Landes-, Landkreis- und Stadthaushalt sowie eine DL 30 (W 50) aus dem Bestand des Landkreises. Im Dezember 1993 wurde nun die letzte von ehemals 5 Betriebsfeuerwehren der Stadt, die Bahnfeuerwehr des FEW- Blankenburg, aufgelöst. Einige Kameraden dieser Wehr stellten sich der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt als aktive Mitglieder zur Verfügung. 18 ältere Kameraden bildeten zusammen mit den älteren Kameraden der örtlichen Feuerwehr am 8. Februar 1994 die Altersgruppe der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt. Ebenso wurde die bestehende Partnerschaft der FEW Bahnfeuerwehr mit der Feuerwehr aus Arnum (Hannover) übernommen und weitergeführt. Vom 6. bis 10. Juli 1994 begingen die Kameraden der Feuerwehr Blankenburg zusammen mit Kameraden aus den Partnerwehren und zahlreichen Gästen ihr 120 jähriges Jubiläum. |
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